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Wenn wir über den unteren Rücken sprechen, geht es normalerweise um Schmerzen oder andere Probleme in diesem Bereich. Schmerzen im unteren Rücken werden jedoch häufig durch Schwäche oder umgekehrt durch Überlastung der Muskeln durch ungeeignete Übungen verursacht. Deshalb ist es wichtig, die idealen Übungen zur Stärkung des unteren Rückens zu kennen, die zu einer korrekten Haltung und besserer Stabilität beitragen können. Darüber hinaus kann dieser proaktive Ansatz dazu beitragen, Schmerzen in dieser Region vorzubeugen. Im heutigen Artikel erfährst du, wie du deine unteren Rückenmuskeln effektiv stärken kannst.
Was ist der Zweck der unteren Rückenmuskeln?
Der untere Rücken trägt einen erheblichen Teil des Gewichts des Oberkörpers. Er besteht aus der Lendenwirbelsäule (fünf Wirbel mit Bandscheiben), die von Stützstrukturen, insbesondere Bändern und Muskeln, an ihrem Platz gehalten werden. Die wichtigsten davon sind die Rückenstrecker (Erector spinae), der Musculus quadratus lumborum, der Musculus psoas major und der Musculus multifidus spinae, die entlang der Lendenwirbelsäule verlaufen.[1]
Die Funktion der Lendenmuskulatur ist entscheidend für die Unterstützung und Stabilisierung der Wirbelsäule und die Aufrechterhaltung einer richtigen Körperhaltung. Die Lendenmuskulatur ist an der Streckung der Wirbelsäule (Extension), Seitwärtsbeugen (Lateralflexion), Vorwärtsbeugen (Flexion), Rückwärtsbeugen (Extension) und Drehungen beteiligt. Außerdem sind die Multifidi zusammen mit den Rumpfmuskeln Teil des tiefen Stabilisierungssystems der Wirbelsäule (DSS), das für die Aufrechterhaltung einer aufrechten Haltung bei allen Aktivitäten (Sitzen, Gehen, Laufen, Training) wichtig ist. Wenn einer der Muskeln im DSS geschwächt wird, kann dies zu Muskelungleichgewichten führen, was häufig Steifheit oder Rückenschmerzen zur Folge hat.[2]
Warum solltest du den unteren Rücken stärken?
Die Funktionen der Lendenmuskeln unterstreichen ihre wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung einer korrekten Haltung, egal ob du sitzt, läufst oder im Fitnessstudio schwere Gewichte hebst. Daher kann die Stärkung dieser Muskeln dazu beitragen, Schmerzen und andere Rückenprobleme zu verhindern und das Verletzungsrisiko beim Sport zu verringern. Gut entwickelte untere Rückenmuskeln dienen als Schutzschild und schützen diesen wichtigen Bereich. Deshalb solltest du sie bei deinen Trainingsroutinen nicht vernachlässigen.
Wenn du Rückenprobleme hast und dir über die Ursache nicht sicher bist, kann dir der Artikel „Rückenschmerzen: Die 10 häufigsten Ursachen und Lösungen, um sie loszuwerden“ helfen, das zugrunde liegende Problem aufzudecken.

Wie stärkt man den unteren Rücken?
Die Lendenmuskeln werden bei einer Vielzahl von Übungen beansprucht, insbesondere bei solchen, die auf die Gesäß- oder Rumpfmuskulatur abzielen. Dazu gehören verschiedene Variationen von Kreuzheben, Gesäßbrücken, Hyperextensions und Schwüngen. Diese zusammengesetzten Übungen ermöglichen es dir, mehrere Muskelgruppen gleichzeitig zu stärken. Dieser Ansatz ist aus funktionaler Sicht sinnvoll, da Probleme im unteren Rücken nicht immer nur auf schwache Lendenmuskeln zurückzuführen sind; oft hängen sie auch mit geschwächten Gesäß- oder Rumpfmuskeln zusammen.[3–4]
Für die Stärkung der Lendenmuskulatur gelten die gleichen Prinzipien wie für jeden anderen Körperteil. Der erste Schritt besteht darin, die richtige Technik für jede Übung zu erlernen, und erst dann solltest du dich darauf konzentrieren, die Gewichtsbelastung zu erhöhen. Es ist auch wichtig, dein Training für den unteren Rücken entsprechend zu planen und dabei deine anderen Aktivitäten zu berücksichtigen, um eine Überlastung dieses Bereichs zu vermeiden.[5–6]
Wie plant man das Training für den unteren Rücken?
- Wähle zu Beginn einfach 2–3 Übungen aus der folgenden Liste aus und baue sie 2–3 Mal pro Woche in dein Training ein.
- Baue nach dem Training oder zu jeder anderen Tageszeit unbedingt Dehnübungen für deinen Rücken ein, um ihn flexibel und geschmeidig zu halten.
- Eine Schaumstoffrolle eignet sich auch hervorragend zum Lösen von Verspannungen im Rücken und ist daher ideal für die Selbstmassage des gesamten Körpers.
- Führe jede Übung für 3 Arbeitssätze mit einem Bereich von 8–12 Wiederholungen durch.
- Die Gewichtsbelastung sollte ungefähr 60–75 % deines Maximum für eine Wiederholung betragen.
- Du kannst das Training für den unteren Rücken entweder als eigenständige Sitzung zusammen mit einer anderen Muskelgruppe oder als Teil eines umfassenden Unterkörpertrainings einbauen.
- Bedenke, dass die vollständige Muskelregeneration nach dem Krafttraining normalerweise etwa 24–72 Stunden dauert. Plane deine Trainingseinheiten daher unter Berücksichtigung der für die Erholung benötigten Zeit.
- Wenn du Trainingseinheiten erstellen möchtest, die Ergebnisse liefern, folge der Anleitung im Artikel: Wie erstelle ich einen hochwertigen Trainingsplan für das Fitnessstudio?
- Weitere Informationen dazu, wie viele Wiederholungen du basierend auf deinen Zielen durchführen solltest, findest du im Artikel: Wie viele Wiederholungen solltest du machen, um Gewicht zu verlieren oder Muskeln aufzubauen?
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Die 12 besten Übungen für den unteren Rücken
Mit den aufgeführten Übungen kannst du deinen unteren Rücken sowie deinen Rumpf, Gesäß und deine Beine effektiv trainieren. Du benötigst eine Trainingsmatte, eine Langhantel, Gewichtsscheiben, eine Kugelhantel und eine Bank. Diese sind zwar perfekt für das Fitnessstudio, viele dieser Übungen können aber auch zu Hause nur mit deinem Körpergewicht durchgeführt werden.
1. Hyperextension auf dem Boden
- Ausgangsposition: Leg dich mit dem Gesicht nach unten in die Mitte der Matte. Halte deine Beine ausgestreckt, beuge deine Arme und lege deine Finger hinter deinen Ohren auf deinen Kopf. Spanne deinen Rumpf an.
- Ausführung: Atme aus, während du deine Arme, deinen Kopf und deine Brust ein paar Zentimeter höher hebst, sodass dein Rücken leicht gewölbt ist. Du kannst die obere Position einige Sekunden lang halten und dann einatmen, während du in die Ausgangsposition zurückkehrst und die Übung wiederholst.
- Häufige Fehler: Unkontrollierte Bewegung.

Andere Variationen der Übung:
a. Hyperextension auf dem römischen Stuhl
Leg dich mit dem Gesicht nach unten auf eine Hyperextensionsbank, wobei deine Hüften am Rand positioniert sind. Die Oberseite der Stütze sollte sich maximal auf Höhe deiner Hüften befinden. Sichere deine Beine hinter den Fußstützen, verschränke deine Arme vor der Brust und halte deinen Rücken natürlich gewölbt. Atme ein, während du deinen Körper langsam senkst, ohne deinen Rücken zu krümmen. Atme dann aus und kehre in die Ausgangsposition zurück, indem du deine Gesäß-, Oberschenkel- und Rückenmuskulatur anspannst.
2. Superman
- Ausgangsposition: Leg dich mit ausgestreckten Beinen auf den Bauch. Hebe deine Arme an, bis du sie zusammenführen kannst.
- Ausführung: Atme aus, um deinen Rumpf anzuspannen, und hebe deine Arme, deinen Kopf, deine Brust und deine Beine einige Zentimeter vom Boden ab. Du kannst die obere Position einige Sekunden lang halten, dann einatmen, während du in die Ausgangsposition zurückkehrst und die Übung wiederholst.
- Häufige Fehler: Unkontrollierte Bewegung.

Andere Variationen der Übung:
a. Superman mit Gewichten
Du kannst die Übung anspruchsvoller gestalten, indem du Gewichte an deinen Handgelenken oder Knöcheln anbringst oder eine kleine Hantel in den Händen hältst.
b. Halbball-Superman
Diese Übung kann auch auf einem Balance-Halbball ausgeführt werden. Leg dich einfach mit dem Gesicht nach unten auf den Halbball und führe die Bewegung dann wie zuvor aus.
3. Schwimmer
- Ausgangsposition: Leg dich mit ausgestreckten Beinen auf den Bauch. Hebe die Arme und drehe die Handflächen so, dass sie einander zugewandt sind und die Daumen nach oben zeigen.
- Ausführung: Atme aus, während du deinen Rumpf anspannst und gleichzeitig deinen linken Arm und dein rechtes Bein einige Zentimeter vom Boden abhebst. Du kannst die obere Position einige Sekunden lang halten und dann einatmen, während du in die Ausgangsposition zurückkehrst. Wechsel nach Abschluss des gesamten Satzes die Gliedmaßen.
- Häufige Fehler: Unkontrollierte Bewegung.

Andere Variationen der Übung:
a. Schwimmer mit Gewichten
Du kannst die Übung anspruchsvoller gestalten, indem du Gewichte an deinen Handgelenken oder Knöcheln anbringst oder eine kleine Hantel in den Händen hältst.
b. Halbball-Schwimmer
Diese Übung kann auch auf einem Balance-Halbball ausgeführt werden. Leg dich einfach mit dem Gesicht nach unten auf den Halbball und führe die Bewegung dann wie zuvor aus.
Weitere Halbballübungen findest du im Artikel: 10 beste Balance-Halbballübungen zur Verbesserung des Gleichgewichts und Stärkung des Rückens und des gesamten Körpers.
4. Bird Dog
- Ausgangsposition: Geh in eine Vierpunkt-Knieposition. Dein Kopf sollte auf einer Linie mit deiner Wirbelsäule sein.
- Ausführung: Spanne deinen Rumpf an und atme aus, während du gleichzeitig die gegenüberliegenden Gliedmaßen (dein rechtes Bein und deinen linken Arm) anhebst und streckst. Atme dann ein, während du in die Ausgangsposition zurückkehrst, und führe die nächste Wiederholung durch. Wechsel nach Abschluss des gesamten Satzes die Gliedmaßen.
- Häufige Fehler: Wölben des Rückens während der Anfangsphase der Übung, unkontrollierte Bewegung, eingeschränkter Bewegungsbereich.

Andere Variationen der Übung:
a. Banded Bird Dog
Nimm ein langes, geschlungenes Widerstandsband, hake ein Ende um deinen Fuß und greife das andere Ende mit der Hand.
b. Gymnastikball Bird Dog
Diese Übung kann auch auf einem Balance-Halbball oder Gymnastikball durchgeführt werden. Leg dich einfach mit dem Gesicht nach unten auf den Halbball oder Gymnastikball und lege alle vier Gliedmaßen auf den Boden. Anschließend hebst du die gegenüberliegenden Gliedmaßen wie in der Grundversion an.
5. Dead Bug
- Ausgangsposition: Leg dich auf den Rücken, hebe die Beine an und beuge sie in einem 90-Grad-Winkel. Strecke die Arme nach vorne.
- Ausführung: Atme aus, um deinen Rumpf anzuspannen, und senke dann gleichzeitig deinen rechten Arm und dein linkes Bein ab. Versuche, beide so nah wie möglich an die Matte zu bringen. Atme anschließend ein, kehre sofort in die Ausgangsposition zurück und führe die nächste Wiederholung durch. Achte während der gesamten Übung darauf, dass dein Rücken vollständig gegen die Matte gedrückt bleibt, und konzentriere dich darauf, die Bewegung hauptsächlich aus deinen Bauchmuskeln heraus einzuleiten. Wechsle nach Abschluss des Satzes die Seite und führe die Übung mit den anderen Gliedmaßen aus.
- Häufige Fehler: Eingeschränkter Bewegungsbereich, unzureichende Anspannung der Bauchmuskeln, Wölbung im unteren Rücken.

Andere Variationen der Übung:
a. Banded Dead Bug
Du kannst die Übung anspruchsvoller gestalten, indem du ein langes Widerstandsband verwendest. Befestige ein Ende an deinem Fuß und halte das andere Ende in der anderen Hand. Führe die Übung dann wie in der Grundversion aus und spanne das Band zwischen Hand und Fuß, um den Widerstand zu erhöhen.
b. Kettlebell Dead Bug
Du kannst eine leichtere Kettlebell in einer Hand halten und die Übung dann wie in der Grundversion ausführen.
6. Gesäßbrücke
- Ausgangsposition: Leg dich mit den Armen neben dem Körper und den Handflächen nach unten auf den Rücken. Beuge die Knie und ziehe sie in Richtung Gesäß, wobei die Fersen auf dem Boden bleiben.
- Ausführung: Spanne deine Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur an, um dein Becken nach oben zu heben. Konzentriere dich in der oberen Position auf die Anspannung deiner Gesäßmuskulatur. Halte die Position ein bis zwei Sekunden und senke dann dein Becken in einer kontrollierten Bewegung ab. Fahre mit der nächsten Wiederholung fort.
- Häufige Fehler: Eingeschränkter Bewegungsbereich, unzureichende Aktivierung der Gesäßmuskulatur, übermäßiges Wölben des Rückens, unkontrollierte Bewegung.

Andere Variationen der Übung:
Gesäßbrücke mit Gewichten
Du kannst die Übung anspruchsvoller gestalten, indem du eine Hantel, eine Kettlebell oder ein anderes Gewicht auf dein Becken legst und es mit den Händen festhältst. Führe die Übung dann wie in der Grundversion aus.
b. Frog Pump
Bei dieser Variante drehst du deine Füße zueinander, sodass sie sich berühren. Führe die Übung dann wie zuvor aus.
Erfahre mehr über die richtige Form der Gesäßbrücke und die effektivsten Varianten im Artikel: Gesäßbrücke: Top 10 Varianten für einen festeren und runderen Po
7. Gesäßbrücke auf einem Bein
- Ausgangsposition: Bleibe in der Ausgangsposition der grundlegenden Glute Bridge-Übung und hebe ein ausgestrecktes Bein nach oben.
- Ausführung: Spanne deine Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur an, um dein Becken nach oben zu heben, und halte das angehobene Bein dabei die ganze Zeit in einer stabilen Position. Nur das Becken sollte sich bewegen. Konzentriere dich in der oberen Position auf das Anspannen deiner Gesäßmuskulatur. Halte die Position ein bis zwei Sekunden und senke das Becken dann in einer kontrollierten Bewegung ab. Wechsle nach Abschluss eines Satzes die Beine und wiederhole die Übung auf der anderen Seite.
- Häufige Fehler: Eingeschränkter Bewegungsbereich, unzureichende Aktivierung der Gesäßmuskulatur, übermäßiges Wölben des Rückens, unkontrollierte Bewegung.

Andere Variationen der Übung:
a. Gesäßbrücke auf einem Bein mit Gewichten
Du kannst die Übung anspruchsvoller gestalten, indem du eine Hantel, Kugelhantel oder ein anderes Gewicht auf dein Becken legst und es mit deinen Händen festhältst. Führe die Übung dann wie die Grundversion aus.
8. Umgekehrte Hyperextension
- Ausgangsposition: Leg dich mit Bauch und Hüfte an ein Ende einer flachen Bank, sodass deine Beine herunterhängen und in der Luft schweben. Beuge deine Knie leicht und halte sie einige Zentimeter über dem Boden. Beuge deine Arme an den Seiten der Bank und greife sie fest mit deinen Händen.
- Ausführung: Spanne deinen Rumpf an und strecke beim Ausatmen deine Beine und hebe sie nach oben. Halte dein Becken und deinen Bauch gegen die Bank gedrückt und stelle sicher, dass die Bewegung ausschließlich aus deinen Beinen kommt. Atme ein, während du in die Ausgangsposition zurückkehrst, und führe dann die nächste Wiederholung aus.
- Häufige Fehler: Unkontrollierte Bewegung, Wölbung des Rückens.

Andere Variationen der Übung:
a. Umgekehrte Hyperextension mit Gewichten
Leg dich wie bei der Basisversion auf die Bank und halte eine Hantel zwischen deinen Füßen.
9. Kreuzheben
- Ausgangsposition: Stelle dich vor eine beladene Hantel, die Füße etwa hüftbreit auseinander, die Zehen zeigen nach vorne. Beuge die Knie und beuge dich in der Hüfte, um nach unten zur Stange zu gelangen. Behalte dabei eine natürliche Krümmung deines Rückens bei und halte deinen Kopf auf einer Linie mit deiner Wirbelsäule. Fass die Hantel mit beiden Händen im Oberhandgriff oder mit einem gemischten Griff, wenn das Gewicht schwer ist (eine Hand über dem Körper, die andere unter dem Körper). Dein Griff sollte etwa schulterbreit oder etwas weiter auseinander sein.
- Ausführung: Atme ein und spanne dann beim Ausatmen deine Oberschenkel- und Gesäßmuskeln an, um dich allmählich aufzurichten. Strecke zunächst deine Knie und strecke dann deinen Rücken gleichmäßig. Halte die Hantel beim Aufwärtsbewegen nah an deinen Beinen. Senke die Hantel in einer kontrollierten Bewegung auf demselben Weg wieder ab, und sobald die Gewichte den Boden berühren, führe sofort die nächste Wiederholung durch.
- Häufige Fehler: Rundung des Rückens, unkontrollierte Bewegung, eingeschränkter Bewegungsbereich.

Andere Variationen der Übung:
a. Defizit-Kreuzheben
Lege eine große Gewichtsplatte unter deine Füße, stell dich darauf und führe die Übung dann wie beim normalen Kreuzheben aus.
b. Kettlebell-Koffer-Kreuzheben
Hebe zwei Kettlebells an und lege sie auf die Außenseite deiner Füße. Beuge deine Knie, lehne dich nach vorne und greife in jeder Hand eine Kettlebell. Strecke dann allmählich deine Knie, Hüften und schließlich deinen Rücken. Hebe die Kettlebells mit ausgestreckten Armen an, bis sie die Außenseiten deiner Oberschenkel erreichen.
Weitere Informationen zur richtigen Ausführung des Kreuzhebens findest du in diesem Artikel: Kreuzheben: Vorteile, richtige Technik und effektivste Varianten
10. Rumänisches Kreuzheben – RDL
- Ausgangsposition: Stelle dich mit hüftbreit auseinander stehenden Füßen vor eine beladene Langhantel. Greife die Stange mit beiden Händen im Oberhandgriff, etwa schulterbreit auseinander. Stehe gerade, hebe die Stange vom Boden und halte sie mit ausgestreckten Armen vor deinen Oberschenkeln.
- Ausführung: Atme ein und drücke deine Hüften nach hinten, beuge deine Knie leicht und lehne dich kontrolliert nach vorne. Konzentriere dich darauf, die Hantel beim Herunterfahren nah am Körper zu halten, und versuche, sie vor deine Knöchel zu bringen, während du sicherstellst, dass dein Rücken seine natürliche Krümmung beibehält und dein Kopf mit deiner Wirbelsäule ausgerichtet bleibt. Atme dann aus und spanne deine Oberschenkel- und Gesäßmuskeln an, um in eine aufrechte Position zurückzukehren. Führe sofort die nächste Wiederholung durch.
- Häufige Fehler: Eingeschränkter Bewegungsbereich, Rundung des Rückens, unkontrollierte Bewegung.

Andere Variationen der Übung:
a. Rumänisches Kreuzheben auf einem Bein
Nehme eine Hantel oder Kugelhantel in eine Hand. Stehe aufrecht und halte das Gewicht mit einem ausgestreckten Arm vor deinem Oberschenkel. Das Standbein sollte dem Arm gegenüberliegen, der das Gewicht hält. Verlage dein Gewicht auf das Standbein und beginne, dich nach vorne zu lehnen. Versuche, das Gewicht in der Endposition auf den Boden zu bringen, während du deinen Körper in einer geraden Linie hältst. Wechsel nach Abschluss des gesamten Satzes die beanspruchten Arme und Beine.
11. Guten Morgen Pose
- Ausgangsposition: Positioniere eine leere oder beladene Hantel hinter deinem Nacken und greife sie mit beiden Händen neben deinen Schultern, wobei deine Ellbogen nach unten zeigen. Spanne deinen Rumpf an.
- Ausführung: Atme ein, drücke deine Hüften nach hinten und lehne dich kontrolliert nach vorne. Du kannst deine Knie während dieser Bewegung leicht beugen. Wähle die Tiefe der Neigung so, dass du die natürliche Krümmung deiner Wirbelsäule beibehalten kannst. Atme aus, während du sanft in eine aufrechte Position zurückkehrst, indem du deine Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur aktivierst. Führe dann eine weitere Wiederholung durch. Wenn du die Serie abgeschlossen hast, lege die Hantel zurück in den Ständer.
- Häufige Fehler: Eingeschränkter Bewegungsbereich, Rundung des Rückens, unkontrollierte Bewegung.

12. Kettlebell Swing
- Ausgangsposition: Stelle dich mit etwa schulterbreit auseinander stehenden Füßen hin. Halte die Kettlebell mit beiden ausgestreckten Armen vor deinem Körper. Halte deinen Rücken gerade und deine Schultern während der gesamten Übung nach unten gezogen, spanne deinen Rumpf an und richte deinen Blick nach vorne.
- Ausführung: Atme ein und beuge dich leicht nach vorne, dabei die Knie leicht beugen und die Kettlebell zwischen die Beine legen. Atme aus und spanne Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur an, um die Kettlebell vor dir zu schwingen und sie maximal auf Augenhöhe anzuheben. Dann in die Ausgangsposition zurückkehren und mit der nächsten Wiederholung fortfahren.
- Häufige Fehler: Rundung oder übermäßiges Wölben des Rückens, einknickende Knie, unzureichende Aktivierung der unteren Gliedmaßen.

Wie geht es jetzt weiter?
- Du kannst ein umfassendes Training für den Rücken und die Interskapularmuskulatur anhand des Artikels „Die 9 besten Übungen für deinen Rücken“ erstellen.
- Du findest Übungen für den Unterkörper in den Artikeln „9 beste Übungen für Gesäß und Beine“ und „Die 9 besten Übungen für Oberschenkel und Waden“.
- Du kannst ein Oberkörpertraining anhand der Übungsartikel zu Schultern, Brust, Bauch, Bizeps und Trizeps zusammenstellen.
- Wenn du zu Hause ohne Geräte trainieren möchtest, probiere die Übungen aus dem Artikel „Komme mit diesen 12 Körpergewichtsübungen in Form“.
- Du möchtest Muskeln aufbauen, findest es aber schwierig? Dann solltest du diese Artikel nicht verpassen: „10 Tipps für eine gesunde Gewichtszunahme“ und „Was du essen und wie du trainieren solltest, um endlich Muskeln aufzubauen“
Was sind die wichtigsten Erkenntnisse?
Die Stärkung deines unteren Rückens wird oft übersehen, ist aber genauso wichtig wie jede andere Muskelgruppe. Ein starker unterer Rücken trägt zu einer guten Haltung bei und hilft, deine Wirbelsäule bei alltäglichen Aktivitäten und beim Training zu stabilisieren. Es spielt auch eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Rückenschmerzen, einer häufigen Beschwerde sowohl bei Sportlern als auch bei weniger aktiven Menschen. Wenn du Übungen für den unteren Rücken in dein Trainingsprogramm aufnehmen möchtest, solltest du zunächst die richtige Technik erlernen. Erhöhe die Belastung allmählich, wenn du dich wohler fühlst, und halte dich an die im Artikel bereitgestellten Richtlinien. Mit diesem Ansatz kannst du sicher trainieren und eine Überlastung deines Rückens vermeiden. Denk jedoch daran, dass es ebenso wichtig ist, deinem Körper genügend Zeit zur Erholung zu geben!
Fandest du diesen Artikel hilfreich? Wenn ja, teile ihn mit deinen Freunden und inspiriere sie, an ihrem Training für den unteren Rücken zu arbeiten!
[1] Physiopedia.Lumbar Anatomy. – https://www.physio-pedia.com/Lumbar_Anatomy
[2] Izzo, R., Guarnieri, G., Guglielmi, G., & Muto, M. Biomechanics of the spine. Part I: Spinal stability. – https://doi.org/10.1016/j.ejrad.2012.07.024
[3] 5 Must-Do Lower Back Exercises to Build Strength and Stability. – https://www.menshealth.com/fitness/a44879873/must-do-lower-back-exercises/
[4] Mainstay Medical. Strengthen Your Lower Back: 20 Engaging Exercises to Strengthen Lower Back. – https://mainstaymedical.com/exercises-to-strengthen-lower-back/
[5] Burd, N. A., West, D. W. D., Moore, D. R., Atherton, P. J., Staples, A. W., Prior, T., Tang, J. E., Rennie, M. J., Baker, S. K., & Phillips, S. M. . Enhanced Amino Acid Sensitivity of Myofibrillar Protein Synthesis Persists for up to 24 h after Resistance Exercise in Young Men.– https://doi.org/10.3945/jn.110.135038
[6] Krzysztofik, M., Wil k, M., Wojdała, G., & Gołaś, A. Maximizing Muscle Hypertrophy: A Systematic Review of Advanced Resistance Training Techniques and Methods.– https://doi.org/10.3390/ijerph16244897
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