Inhalt
Kennst du dieses Gefühl völliger Erschöpfung nach einem anstrengenden Training, und der Gedanke an ein weiteres Training morgen macht dich überhaupt nicht glücklich? Du bist müde, dein Appetit ist unstillbar, dein Hals ist rau und deine Muskeln schmerzen so sehr, dass selbst das Umziehen unmöglich erscheint. Wenn du regelmäßig intensiv trainierst, ist dieser Zustand vielleicht ein normaler Bestandteil deiner Trainingsroutine. Wenn du jedoch dachtest, dass dies etwas Normales ist, das du einfach ertragen musst, haben wir gute Nachrichten für dich. Es gibt Möglichkeiten, dir zu helfen, dich wohl und erfrischt zu fühlen – selbst nach dem anstrengendsten Training!
Müdigkeit und Muskelkater gehören in gewissem Maße zu jeder sportlichen Betätigung dazu. Wenn du jedoch zusätzlich eine ständige Müdigkeit, ein geschwächtes Immunsystem, Reizbarkeit oder eine mangelnde Motivation zum Trainieren verspürst, hast du wahrscheinlich die Grenze überschritten, was für dein Körper gesund ist. Dies kommt häufig vor, insbesondere wenn du die Erholung vernachlässigst und deinem Körper nicht genügend Zeit gibst, sich zu regenerieren. Deshalb werden wir heute darüber sprechen, wie du deinem Körper ausreichend Erholung gönnen kannst, damit er dich im Gegenzug mit den besten sportlichen Leistungen belohnt.
In dem Artikel liest du die folgenden Tipps zur Erholung nach dem Training:
Was bedeutet Regeneration?
Irgendwann bekommt jeder Sportler die Information ins Gehirn eingebrannt, dass er neben der optimalen Leistung auch auf die Regeneration achten sollte. Aber was bedeutet Regeneration eigentlich?
Im Wesentlichen umfasst dieser Begriff alle Aktivitäten, die zur Wiederherstellung körperlicher und geistiger Prozesse beitragen, die zuvor gestört waren. Muskeln, die durch Bewegung beansprucht werden, müde Gelenke, das Immunsystem, das alles daransetzt, den Körper bestmöglich zu schützen, aber auch der Geist, der ständig unter Druck steht, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen, können eine solche Erholung benötigen. [12]

Welche Formen der Regeneration kennen wir?
Der menschliche Körper ist intelligent und kann sich teilweise von selbst regenerieren. Um ihm jedoch die bestmöglichen Bedingungen dafür zu bieten, müssen wir uns gezielt um ihn kümmern. Wie lassen sich die verschiedenen Regenerationsformen je nach der Art und Dauer der Aktivität, der wir uns widmen, einteilen?
Arten der Erholung in Bezug auf die Zeit:
- Vor dem Training: Bereite deinen Körper optimal auf die anstehende Belastung vor. Dazu gehört die Vorbereitung, oft auch als Warm-up bekannt. In der Regel startet man mit einer leichten Cardio-Einheit wie Laufen auf dem Laufband oder Seilspringen, gefolgt von Gelenkmobilisation, dynamischem Dehnen oder einer kurzen Muskelmassage.
- Während des Trainings: Auch mitten im Workout kannst du deinem Körper etwas Regeneration gönnen. Ziel ist es, deine Leistungsfähigkeit hochzuhalten, zum Beispiel durch ausreichend Flüssigkeit oder Kohlenhydrate bei längeren Ausdauereinheiten.
- Nach dem Training: Das ist der Hauptzeitpunkt für die meiste Regeneration. Neben einer guten Post-Workout-Mahlzeit gehören dazu verschiedene Massagen, Saunagänge und weitere Methoden, auf die wir gleich noch genauer eingehen. [12]
Regeneration nach Art der Aktivität:
- Passive Regeneration: Hier laufen natürliche physiologische Prozesse ab, mit denen dein Körper versucht, wieder ins Gleichgewicht (die sogenannte Homöostase) zu kommen. Er kämpft gegen Müdigkeit und Erschöpfung an, indem er Energiereserven auffüllt, Ionen verschiebt oder Stoffwechselprodukte abbaut.
- Aktive Regeneration: Hier nutzt du gezielte Maßnahmen, um die passive Regeneration zu unterstützen. So schaffst du die besten Bedingungen, damit sich dein Körper optimal von selbst erholt. Das geht auf zwei Arten: durch passive oder aktive Ruhe. Bei der passiven Ruhe entspannst du einfach bei Saunagängen, Kryotherapie oder anderen Relax-Methoden, ohne dich selbst groß zu bewegen. Bei der aktiven Ruhe bringst du deinen Körper leicht in Bewegung, etwa durch zügiges Gehen oder andere entspannte Aktivitäten
Folgende Produkte könnten dich interessieren:
Warum ist die Regeneration wichtig?
Lässt du geplante Rest Days auch gern mal ausfallen und trainierst stattdessen einfach weiter? Vielleicht redest du dir ein, dass du trotz der Schmerzen durchziehen musst, weil die Endorphine nach dem Workout einfach unschlagbar sind. Aber wusstest du, dass dir diese Einstellung oft mehr schadet als nützt? Ich zeige dir direkt, warum das so ist.
Egal ob Profi- oder Hobbysportler: Hochwertige Regeneration sollte ganz oben auf deiner Liste stehen, wenn du deine Gesundheit in Bestform halten willst. Sie wirkt sich direkt auf Muskeln, Bänder, Gelenke und sogar dein Immunsystem aus, damit du deine volle Leistung abrufen kannst. Auch dein Nerven- und Hormonsystem profitieren enorm davon.
Gezielte Ruhephasen bringen dir jede Menge Vorteile, unter anderem weniger Muskelkater – und wer will den nicht vermeiden? Dieser klassische Muskelkater (im Englischen auch DOMS genannt – Delayed Onset Muscle Soreness) entsteht durch winzige Risse in den Muskelfasern und kann dich tagelang quälen. Auch wenn die Schmerzintensität nicht immer zeigt, wie stark der Muskel wirklich beansprucht wurde: Die richtige Regeneration hilft dir definitiv dabei, das Ziehen schneller loszuwerden. [2]
Wenn du dich ständig überforderst und einen völlig überladenen Trainingsplan hast, bringt selbst der beste Regenerationsplan nichts mehr. Wenn dein Plan aber gut strukturiert ist und du die Erholung richtig einbaust, schützt du deinen Körper vor negativen Folgen durch die Belastung. So beugst du Übertraining, Verletzungen oder einem sportlichen Burnout vor und holst das Maximum aus jedem Workout heraus. Ganz egal, welchen Sport du machst: Denke immer daran, dass Regeneration genauso wichtig ist wie das Training selbst.

Was sind die Risiken einer schlechten Regeneration?
Viele Sportler fokussieren sich voll auf ihre Leistung und maximale Ergebnisse, vergessen dabei aber die wohl wichtigste Zutat: die Erholung. Das ist eine gefährliche Falle, denn mangelnde Regeneration bringt erhebliche gesundheitliche Risiken mit sich.
- Schlechtere sportliche Leistung und eine geringere Belastungstoleranz im Training.
- Höheres Risiko für Verletzungen des Bewegungsapparats, wie etwa Muskelzerrungen oder -risse.
- Fehlende Erholung drückt auf die mentale Gesundheit und kann zu Angstzuständen, Reizbarkeit oder Stimmungsschwankungen führen.
- Kognitive Einbußen: Überlastete Athleten kämpfen häufig mit Konzentrations- oder Gedächtnisproblemen.
- Ein geschwächtes Immunsystem oder ein Hormonungleichgewicht.
- Allgemeiner Mangel an Energie oder Motivation. [4]
10 Tipps für die Regeneration nach dem Training
1. Achte auf die richtige Ernährung
Wer die Ernährung vernachlässigt – ob direkt nach dem Workout oder generell bei regelmäßigem Sport –, bremst sich selbst komplett aus. Deine Mahlzeit nach dem Training ist mehr als nur eine Belohnung. Sie liefert die nötige Energie und Nährstoffe für die Regeneration.
Wie hilft Ernährung bei der Regeneration?
- Sie liefert Nährstoffe für die Muskelreparatur und das Muskelwachstum.
- Sie liefert Kohlenhydrate, um die Muskelglykogenspeicher wieder aufzufüllen.
- Sie gibt dir die nötige Energie für die Erholung und dein nächstes Workout.
- Sie füllt Vitamine und Mineralstoffe auf, die für unzählige biochemische Prozesse und die Regeneration essenziell sind.
- Sie liefert Antioxidantien, die oxidativen Stress durch intensive Bewegung bekämpfen. [4]
Welche Nährstoffe sind wichtig für die Erholung?
Alle Makronährstoffe haben ihren festen Platz in der Ernährung von Sportlern, völlig egal ob das Ziel Fettabbau, Muskelaufbau oder Leistungssteigerung heißt. Dein Körper muss seine Speicher wieder auffüllen, um genügend Power für die nächste Einheit zu haben.
Welche Rolle spielen Makronährstoffe bei der Regeneration?
- Proteine sind die wichtigsten Bausteine für Muskeln und unerlässlich für die Reparatur, das Wachstum und die Stärkung von Muskelzellen, die durch Training geschädigt wurden. Die schnellste Möglichkeit, nach dem Training den Proteinbedarf zu decken, ist die Einnahme von Proteinpulver. Es wird empfohlen, 20–40 g Protein innerhalb von zwei Stunden nach dem Training zu sich zu nehmen
- Proteine sind die wichtigsten Bausteine für deine Muskeln und unverzichtbar, um die im Training beanspruchten Muskelfasern zu reparieren, aufzubauen und zu stärken. Mit Proteinpulver nimmst du nach dem Workout am schnellsten Eiweiß auf. Optimal sind 20–40 g Protein innerhalb von zwei Stunden nach dem Sport. [19]
- Kohlenhydrate füllen vor allem die Energiespeicher in deinen Muskeln wieder auf, die dort als Glykogen lagern. Nimm sie am besten innerhalb von zwei Stunden nach dem Workout ein, denn in diesem Fenster sind deine Muskeln besonders aufnahmebereit. Profis und ambitionierte Sportler orientieren sich je nach Ziel und Trainingsintensität an 0,5–1,2 g Kohlenhydraten pro kg Körpergewicht. Flüssige Carbs wie FueCarb oder ein kompletter All-in-One-Mix wie FueGain mit zusätzlichem Eiweiß sind direkt nach der Einheit ideal. Als Hobbysportler achtest du vor allem darauf, innerhalb von zwei Stunden nach dem Sport eine ordentliche Mahlzeit zu essen.[7,11]
- Fette gehören zu jeder ausgewogenen Ernährung und sind essenziell für deine Gesundheit. Direkt nach dem Training solltest du Fette jedoch eher sparsam einsetzen, da sie die Aufnahme anderer Nährstoffe verlangsamen. Verzichte direkt nach dem Workout lieber auf fettreiche Speisen und hebe dir Fette für die erste richtige Mahlzeit danach auf.
Für eine optimale Erholung zählt nicht nur der perfekte Post-Workout-Snack. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Energie und allen wichtigen Nährstoffen ist aufs Ganze gesehen entscheidend.
Du willst mehr über die Vorteile hochwertiger Regeneration durch Ernährung erfahren und wissen, wie du dir die besten Mahlzeiten zusammenstellst? Dann lies direkt unseren Artikel Was sollte man nach dem Training essen? Die besten Lebensmittel und Supplements für Bodybuilder und Ausdauersportler.

2. Nutze die Kraft von Nahrungsergänzungsmitteln
Nahrungsergänzungsmittel sind das gewisse Extra, das deine Regeneration auf das nächste Level bringen kann. Sie bringen aber nur etwas, wenn Schlaf, Ernährung und Hydratation bereits stimmen. Wenn diese drei Grundpfeiler stehen, kannst du mit Nahrungsergänzungsmitteln experimentieren. Welche lohnen sich besonders?
- Gainer: Das kann eine Mischung aus schnell verdaulichen Kohlenhydraten oder ein komplettes All-in-One-Supplement mit Kohlenhydraten und Proteinen sein. Komplexere Mischungen wie FueGain kannst du direkt nach dem Training oder zu Hause nehmen. Reine Kohlenhydrat-Gainer trinkst du am besten sofort nach einer intensiven Einheit, um die Glykogenspeicher deiner Muskeln zügig wieder aufzufüllen.
- Gelenknahrung: EEin absolutes Must-have für jeden Sportler, da regelmäßiges Training die Gelenke stark beansprucht. Diese Supplements unterstützen die Beweglichkeit, den Knorpel und die allgemeine Gelenkfunktion. Entscheidend ist eine tägliche und regelmäßige Einnahme, unabhängig von der Uhrzeit.
- Mineralstoffe: Wichtige Mineralien wie Magnesium und Natrium gehen beim Schwitzen verloren. Besonders nach langen, intensiven Einheiten musst du diese Speicher wieder auffüllen. Elektrolytreiche Nahrungsergänzungsmittel tun dir bereits wenige Minuten nach einem harten Workout gut.

3. Achte auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr
Wassertrinken ist so alltäglich, dass man schnell vergisst, wie wichtig eine gute Hydratation ist. Dein Körper besteht zu 50–70% aus Wasser, was schon zeigt, wie entscheidend Flüssigkeit für deine Gesundheit ist.
Wie unterstützt eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr die Regeneration?
- Hält das Elektrolytgleichgewicht aufrecht.
- Essenziell für den Transport von Nährstoffen zu den Muskelzellen.
- Spielt eine Schlüsselrolle bei der Regulierung der Körpertemperatur.
- Hält das Blutvolumen stabil, was wichtig für deine Herz-Kreislauf-Gesundheit ist.[4]
Wie viel solltest du täglich trinken?
Wie viel Flüssigkeit du nach dem Workout brauchst, findest du ganz einfach heraus: Wiege dich vor und nach dem Training. Die Differenz zeigt dir deinen Flüssigkeitsverlust. Ziel sollte es sein, etwa 150% dieser verlorenen Flüssigkeit wieder aufzufüllen, besonders bei Profisportlern oder nach langen, harten Einheiten.
Wenn du einfach nur ein normales einstündiges Workout absolvierst, musst du nicht jeden Milliliter abmessen. Trinke nach dem Training ein bis zwei Gläser Wasser extra und achte darauf, dass du über den Tag verteilt ausreichend trinkst. Das entspricht ungefähr 30–45 ml pro kg Körpergewicht.[9]
Was solltest du am besten trinken?
Die Basis ist immer reines Wasser oder leicht mineralisiertes Mineralwasser. Bei langen und intensiven Einheiten wie Langstreckenlauf oder Radfahren lohnen sich Elektrolyt-Getränke. Sie liefern wichtige Mineralstoffe wie Natrium, Magnesium oder Kalium, die du durch das Schwitzen verlierst, und lassen sich durch die Kombination mit einfachen Kohlenhydraten besonders schnell aufnehmen.
Du willst noch mehr über die richtige Hydratation erfahren? Wenn du wissen möchtest, wie sich Wassermangel auf deinen Körper auswirkt, lies unbedingt unseren Artikel „Wie sich eine unzureichende Hydratation auf die Gesundheit auswirkt.“

4. Achte auf ausreichend Schlaf
Schlaf wird viel zu oft vernachlässigt, dabei ist er die Grundlage für deinen Erfolg. Du kannst dich noch so gesund ernähren und die besten Regenerationstechniken nutzen, ohne genug Schlaf bleibt die echte Erholung auf der Strecke. Schlaf ist ein Grundbedürfnis deines Körpers, das unzählige Prozesse steuert. Nimm dir ein Beispiel an Profisportlern, die ihren Schlaf extrem priorisieren. Die Schwimmlegende Michael Phelps peilt zum Beispiel jeden Tag 7 bis 9 Stunden Schlaf an, weil er sich nur so absolut leistungsfähig fühlt. [13]
Wie fördert Schlaf die Erholung?
- Während du schläfst, füllen sich die Glykogenspeicher in deinen Muskeln wieder auf, wenn du davor eine ausgewogene Mahlzeit mit Kohlenhydraten gegessen hast.
- Gute Nachtruhe hilft dabei, Entzündungen im Körper zu reduzieren.
- Schlaf ist entscheidend für einen gesunden Hormonhaushalt und sorgt für optimale Werte von Testosteron und Wachstumshormonen.
- Er beruhigt dein Nervensystem und dein Herz-Kreislauf-System, die beim Training stark beansprucht werden.
Wie viel Schlaf brauchst du eigentlich?
Experten empfehlen täglich 7 bis 9 Stunden Schlaf. Was die ideale Dauer für dich persönlich ist, findest du am besten selbst heraus. Vergiß dabei nicht die Schlafqualität. Deine Nachtruhe sollte ungestört und erholsam sein.
Gute Schlafhygiene und eine feste Routine mit gleichen Schlafzeiten, idealerweise vor Mitternacht, wirken Wunder. Grund dafür ist der zirkadiane Rhythmus und deine innere biologische Uhr: Dein Körper erholt sich einfach besser, wenn du vor Mitternacht im Bett liegst. Auch Schlaf-Supplements wie Baldrian, Melatonin oder abgestimmte Komplexprodukte wie unser Sleep&Relax können dich dabei unterstützen.
5. Nutze aktive Erholung
Wenn man nach einem anstrengenden Training erschöpft ist, ist ein leichter Lauf oder Spaziergang wahrscheinlich das Letzte, worauf man Lust hat. Paradoxerweise kann mehr Bewegung helfen und ist oft die Lösung bei Muskelkater. Zur aktiven Erholung gehören Aktivitäten mit niedriger Intensität wie Laufen, Radfahren, Gehen oder Schwimmen. Auch Profisportler setzen auf diese Methode. Fußballer oder Hockeyspieler gehen zum Beispiel nach dem Match oft noch eine Runde laufen oder schwingen sich aufs Ergometer.
Wie unterstützt aktive Erholung die Regeneration?
- Sie regt die Durchblutung an und hilft dabei, Laktat und andere Stoffwechselnebenprodukte abzutransportieren, die bei intensiver Belastung im Muskel entstehen.
- Verringert die Muskelsteifigkeit.
- Wirkt sich positiv auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit aus.
- Hilft dabei, Muskelkater (DOMS) zu lindern. [4]
Wann ist aktive Erholung sinnvoll?
Aktive Erholung kommt meist direkt nach dem Training zum Einsatz. Nach einer harten Kraftsporteinheit tun dir ein paar Minuten auf dem Laufband oder einem anderen Cardiogerät richtig gut. Schon 10 bis 20 Minuten bei moderater Intensität machen in den folgenden Tagen einen spürbaren Unterschied.
Ein kurzer Lauf oder eine entspannte Radtour eignen sich auch perfekt für Rest Days zwischen harten Workouts. Du kannst die Cardio-Zone im Gym nutzen, einen ruhigen Lauf in der Natur genießen oder draußen auf das Fahrrad steigen statt auf den Heimtrainer. So schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe: bessere Erholung, frische Luft und eine gute Zeit in der Natur.[4]

6. Regelmäßige Kälteexposition üben
Du hast sicher schon Sportler gesehen, die sich nach dem Wettkampf in Eisbäder setzen. Profi-Teams nutzen diese Methode regelmäßig, um ihre Leistung zu optimieren. Das Bad im Eiswasser oder im kalten Bach kostet Überwindung, bringt aber echte Vorteile. Sonst würden Athleten weltweit nicht darauf setzen.
Eine Möglichkeit, die Kälteexposition zu üben, besteht darin, ausschließlich kaltes Wasser zu verwenden
Im Idealfall dauert der gesamte Vorgang etwa 15 Minuten, wobei man zwischen dem Eintauchen und der Ruhephase wechselt (jeweils etwa 1 Minute).Eine Alternative ist die Kontrasttherapie, bei der du zwischen kaltem und heißem Wasser wechselst. Das kalte Bad hat etwa 8–15 °C, das heiße liegt bei circa 38–42 °C. Du wechselst alle 60–120 Sekunden bei einer Gesamtdauer von 15–20 Minuten. [5,15]
Wie kann die Kälteexposition die Regeneration unterstützen?
Wie kann man Kälteexposition üben?
Sportler nutzen kalte Bäder meist direkt nach dem Training. Wenn du sie innerhalb von 30 Minuten nach der Einheit nutzt, unterstützen sie die Erholung optimal und lindern Muskelkater. Diese Routine passt perfekt, wenn du zweimal täglich trainierst oder mehrere Wettkämpfe kurz hintereinander hast. Sie ist ideal, wenn schnelle Muskelregeneration höchste Priorität hat.
Direkt nach einem normalen Workout ist intensive Kälte allerdings nicht optimal. Ganze Eisbäder können das Muskelwachstum negativ beeinflussen. Ähnlich sieht es bei der Kontrasttherapie aus. Wenn du Muskeln aufbauen willst, sind kalte Duschen vollkommen ausreichend. [1,5,15]
Für den Einstieg hast du die Wahl zwischen Badewanne, Dusche, Eistonne, Badesee oder der Kontrasttherapie. Wenn du Kälte bisher nicht gewohnt bist, starte am besten langsam. Beginne mit kalten Duschen und steigere deine Toleranz Schritt für Schritt. Kontinuität ist hier der Schlüssel. Du musst das nicht täglich machen, eine Routine von 3–4 Mal pro Woche reicht völlig aus.
Du willst noch mehr über das Thema Kälte erfahren? Dann wirf direkt einen Blick in unseren Artikel Eisbaden und Kältetherapie: 10https://gymbeam.de/blog/kaeltetherapie-10-fragen-und-antworten-die-du-kennen-solltest/ Fragen und Antworten, die jeder Kälte-Fan kennen sollte.

7. Kryotherapie ausprobieren
Warst du schon mal in einer Kältekammer oder Kryosauna? Wer mutig genug dafür ist, hält Temperaturen von bis zu -190 °C aus. Die Kryotherapie ist zwar nicht für jeden etwas, wird aber von vielen Sportlern und Promis wie Jennifer Aniston oder Fußballstar Cristiano Ronaldo genutzt. Spannender Fun Fact: Ein japanischer Arzt setzte die Therapie 1989 wegen ihrer Wirkung auf den Bewegungsapparat erstmals gegen rheumatische Erkrankungen ein. [4,16,17]
Bei der Kryotherapie setzt du deinen Körper für kurze Zeit extrem kalter Luft aus. Das geht auf zwei Wegen:
- Ganzkörper-Kryotherapie: Du gehst in eine Kältekammer, in der Raumtemperaturen von -50 bis -150 °C herrschen.
- Teilkörper-Kryotherapie: Hier nutzt du eine Kryosauna oder ein Polarium. In dieser zylinderförmigen Kabine wirst du mit bis zu -190 °C kalter Luft gekühlt, während dein Kopf draußen bei Raumtemperatur bleibt.[17]
Wie unterstützt Kryotherapie die Regeneration?
- Verlangsamt und reduziert Entzündungsprozesse im Körper.
- Fördert die Muskel– und allgemeine Entspannung.
- Sie wirkt sich positiv auf die Regeneration von Gelenken und Bändern aus.
- Sie beeinflusst die Nervensignale, was zu einer geringeren Schmerzintensität führt. [20]
Wie sieht die Anwendung aus?
Genau wie klassische Kälteanwendungen kann Kryotherapie Muskelkater und Müdigkeit lindern, wenn du sie direkt nach dem Sport nutzt. Bei mehreren harten Einsätzen in kurzer Folge hilft dir die Kälte direkt nach der Belastung, dich schnell wieder fit zu fühlen. Willst du langfristig Muskeln aufbauen und deine Leistung steigern, planst du die Kryotherapie am besten mit etwas Abstand zum Training ein. Sie ist zum Beispiel eine geniale Methode für trainingsfreie Tage.[18]
Wie läuft das Ganze ab? Wegen der extrem niedrigen Temperaturen dauert die Session nur 2–4 Minuten. Diese Zeit solltest du nicht überschreiten, um Erfrierungen und andere Probleme zu vermeiden. Die Vorbereitung und das anschließende Aufwärmen dauern länger als die Kältephase selbst. Vor dem Betreten trägst du Unterwäsche, Handschuhe, Socken, Schuhe und bei einer Ganzkörperkammer zusätzlich eine Mütze. Nach der Behandlung bringst du deinen Körper wieder auf Temperatur, am besten mit 10 Minuten leichtem Cardio wie entspanntem Radfahren auf dem Ergometer. Für die optimale Erholung reicht meist eine Sitzung pro Woche, aber auch seltenere Einheiten bringen dir schon spürbare Vorteile.

8. Regelmäßige Saunagänge ausprobieren
Ein Saunagang ist perfekt, um nach einer anstrengenden Woche abzuschalten und neue Kraft zu tanken. Schon wenige Minuten in der Sauna wirken Wunder für dein mentales Wohlbefinden, und auch die Effekte auf deine körperliche Gesundheit sind beachtlich. Kein Wunder, dass auch Profisportler regelmäßig schwitzen. Einer davon ist Justin Medeiros, der den Titel „Fittest Man on Earth“ trug und 2021 die weltweiten CrossFit Games gewann. [14]
Wie können Saunen die Erholung unterstützen?
- Die Hitze erweitert die Blutgefäße und regt die Durchblutung an.
- Sie hilft dabei, die Muskeln zu entspannen.
- Sie wirkt sich positiv auf Muskelkater aus.
- Sie verbessert die Flexibilität von Muskeln sowie Bändern und verringert so das Verletzungsrisiko.
- Sie stärkt die Funktion deines Immunsystems.
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Sauna?
Durch die hohen Temperaturen ist ein Saunagang eine gewisse Belastung für den Körper. Für eine optimale Erholung solltest du daher nicht direkt nach einer harten Trainingseinheit in die Sauna gehen. Wenn du an einem Trainingstag saunieren willst, wähle ein eher leichtes Workout. Am besten planst du deinen Saunabesuch an einem Rest Day ein, an dem kein anstrengendes Training ansteht.
Du willst noch mehr über die Vorteile und den richtigen Ablauf beim Saunieren erfahren? Dann lies unseren Artikel Sauna und Gesundheit: Richtiger Ablauf, Vorteile und Wirkungen auf den Körper.

9. Gib Massagen eine Chance
Wer liebt nicht das tiefe Entspannungsgefühl nach einer guten Massage, wenn man verspannte Muskeln einfach auf der Liege zurücklässt? Massagen fühlen sich nicht nur fantastisch an, sondern sind laut Studien und Erfahrungsberichten vieler Sportler eine extrem wirksame Regenerationstechnik. Eine umfassende Metaanalyse kam sogar zu dem Schluss, dass Massagen besonders effektiv gegen Muskelkater helfen und unter diesem Aspekt zu den besten Erholungsmethoden überhaupt gehören.[3]
Wie unterstützen Massagen die Erholung?
- Regt die Durchblutung an, erhöht den Blutfluss in den Muskeln und transportiert mehr Sauerstoff sowie Nährstoffe dorthin.
- Hilft dabei, Laktat und andere Stoffwechselprodukte aus den Muskeln abzutransportieren.
- Reduziert Muskelsteifigkeit.
- Kann das Auftreten von Muskelkrämpfen verringern.
- Wirkt sich positiv auf Muskelkater nach dem Training aus.[4,8]
Wie baust du Massagen am besten in deinen Trainingsplan ein?
So verlockend es auch klingt: Verzichte direkt nach dem Workout auf eine Massage, besonders nach einer harten Einheit. Das könnte die Muskelschäden nämlich sogar verschlimmern. Selbst nach einem leichten Training wartest du für eine Ganzkörpermassage am besten mindestens einige Stunden.[10]
Es muss nicht immer der Profi-Masseur sein. Massage-Tools für zu Hause wie Faszienrollen, Massagebälle oder Massagepistolen wirken ebenfalls Wunder. Nutze sie einfach ein paar Stunden nach dem Training, beispielsweise abends als Teil deiner Entspannungsroutine. Für eine professionelle Ganzkörpermassage beim Masseur wählst du am besten einen trainingsfreien Tag. Eine Frequenz von 1–2 Mal pro Monat bringt deinem Körper und deinen Muskeln bereits einen enormen Mehrwert.

10. Dehnübungen einbauen
Dehnen ist unter Fitnessexperten ein Dauerbrenner. Vor gar nicht allzulanger Zeit galt Stretching noch als das Allheilmittel für müde Muskeln. Mittlerweile zeigen neuere Studien ein differenzierteres Bild, die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte.
Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Arten von Dehnübungen gleich sind. Es gibt verschiedene Arten dieser Aktivität:
Wann ist der beste Zeitpunkt für Dehnübungen?
Dynamisches Dehnen ist ideal vor dem Workout, um Muskeln und Gelenke auf Betriebstemperatur zu bringen. Statisches Dehnen eignet sich super nach dem Training, aber nicht direkt im Anschluss, da es winzige Muskelrisse verschlimmern kann.
Bei akutem Muskelkater verzichtest du besser auf Dehnübungen. Sind deine Muskeln entspannt, hilft eine kurze Stretching-Einheit am Abend oder eine sanfte Yogasession wunderbar beim Entspannen. Stretching funktioniert hervorragend als Entspannungstechnik. Setze aber nicht nur auf Dehnen, sondern kombiniere es mit anderen Regenerationsmethoden. Studien zeigen zum Beispiel, dass die Kombination aus Stretching und Massagen besonders effektiv ist. [3,4] [3,4]

Was ist die beste Methode, um sich zu erholen?
Nach all diesen Methoden fragst du dich bestimmt, was davon du auswählen und wie du alles für optimale Ergebnisse kombinieren sollst. Wenig überraschend bilden eine feste Schlafroutine, eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Flüssigkeit das Fundament. Auf diesen drei Säulen baust du alles Weitere auf. Vergiss auch dein Stressmanagement nicht, denn Dauerstress kann deine optimale Erholung massiv ausbremsen.
Ob du auf Massagen, Saunagänge oder einen Mix aus beidem setzt, hängt ganz von deinen Vorlieben ab. Jeder Körper reagiert anders. Was bei deinen Gym-Buddies Wunder wirkt, muss für dich noch lange nicht passen. Probier die verschiedenen Methoden einfach aus und finde heraus, was dir am besten tut. Oft bringt eine Kombination mehrerer Methoden den größten Erfolg.
Die folgende Tabelle zeigt dir beispielhaft, wie du Training und verschiedene Regenerationstechniken clever kombinierst. Nimm sie als Inspiration, denn der perfekte Plan richtet sich immer nach deiner Sportart und deinen persönlichen Zielen. Hobbysportler brauchen naturgemäß eine ganz andere Routine als Profis in der Wettkampfvorbereitung.
Tage der Woche | Trainingseinheit | Regenerationsaktivität | |
|---|---|---|---|
| Tag 1 | Krafttraining | Statisches Dehnen (mehrere Stunden nach dem Training) | Schlaf, Flüssigkeitszufuhr, Ernährung |
| Tag 2 | Krafttraining | Schlaf, Flüssigkeitszufuhr, Ernährung | |
| Tag 3 | Ruhetag | Leichte Cardio-Übungen (Radfahren, Spazierengehen, leichtes Joggen) + Massage zu Hause | Schlaf, Flüssigkeitszufuhr, Ernährung |
| Tag 4 | Krafttraining | Schlaf, Flüssigkeitszufuhr, Ernährung | |
| Tag 5 | Krafttraining | Statisches Dehnen (mehrere Stunden nach dem Training) | Schlaf, Flüssigkeitszufuhr, Ernährung |
| Tag 6 | Ausdauertraining | Schlaf, Flüssigkeitszufuhr, Ernährung | |
| Tag 7 | Ruhetag | Sauna | Schlaf, Flüssigkeitszufuhr, Ernährung |
Was solltest du dir merken?
Regeneration wird oft unterschätzt, dabei ist sie genauso wichtig wie das Training selbst, wenn du Höchstleistungen bringen willst. Gibst du deinem Körper genug Erholung, profitierst du von weniger Muskelkater, einem stärkeren Immunsystem, besserer mentaler Gesundheit und einem geringeren Verletzungsrisiko.
Das Fundament jeder guten Regeneration bilden erholsamer Schlaf, eine gesunde Ernährung und ausreichend Flüssigkeit. Ergänzend tun dir Saunagänge, Kälteanwendungen und Massagen richtig gut. Finde einfach heraus, was am besten zu dir passt. Wirst du deine Regenerationsroutine überdenken?
Hat dir der Artikel gefallen? Teile ihn gerne mit deinen Freunden und deiner Familie.
[1] BROATCH, J.R. et al. The Influence of Post-Exercise Cold-Water Immersion on Adaptive Responses to Exercise: A Review of the Literature. – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29627884/
[2] DAVIS, H.L. et al. Effect of sports massage on performance and recovery: a systematic review and meta-analysis. – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32426160/
[3] DUPUY, O. et al. An Evidence-Based Approach for Choosing Post-exercise Recovery Techniques to Reduce Markers of Muscle Damage, Soreness, Fatigue, and Inflammation: A Systematic Review With Meta-Analysis. – https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5932411/
[4] HAUSSWIRTH, C. - MUJIKA, I. Recovery for performance in sport, Human Kinetics, 2010. ISBN 978-1-4504-3434-8.
[5] HIGGINS, T.R. et al. Effects of Cold Water Immersion and Contrast Water Therapy for Recovery From Team Sport: A Systematic Review and Meta-analysis. – https://journals.lww.com/nsca-jscr/fulltext/2017/05000/effects_of_cold_water_immersion_and_contrast_water.32.aspx
[6] HIRSHKOWITZ, M. et al. National Sleep Foundation’s updated sleep duration recommendations: final report. – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29073398/
[7] KERKSICK, C.M. et al. International society of sports nutrition position stand: nutrient timing. – https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5596471/
[8] MCARDLE, W.D. et al. Essentials of Exercise Physiology, Lippincott Williams & Wilkins, 2006. 794 s. ISBN 978-0-7817-4991-6.
[9] PEAKE, J.M. Recovery after exercise: what is the current state of play? – https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2468867319300379
[10] SRIWONGTONG, M. et al. Does Massage Help Athletes After Exercise? – https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7310163/
[11] The Role of Post-Exercise Nutrient Administration on Muscle Protein Synthesis and Glycogen Synthesis – https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3761704/
[12] Bernaciková, M., Masarykova univerzita, & Fakulta sportovních studií. – Regenerace a výživa ve sportu (1. vyd.) ISBN 978-80-210-6253-5
[13] OLITO, F. Phelps also recommends getting 7 to 9 hours of sleep. I tried to do the same. In www.businessinsider.com (online). – https://www.businessinsider.com/michael-phelps-retirement-health-regimen-2021-5#phelps-also-recommends-getting-7-to-9-hours-of-sleep-i-tried-to-do-the-same-5
[14] LANDSVERK, G. The Fittest Man on Earth says sleeping in, taking ice baths, and spending time in the sauna maximizes his muscle recovery. In www.businessinsider.com (online). – https://www.businessinsider.com/crossfit-justin-medeiros-muscle-recovery-fitness-sleep-ice-baths-sauna-2022-3
[15] VERSEY, N.G. et al. Water Immersion Recovery for Athletes: Effect on Exercise Performance and Practical Recommendations. – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23743793/
[16] Celebs & athletes who use cryotherapy. In www.cryojuvenate.com/ (online). – https://cryojuvenate.com/top-30-celebrities-and-athletes-who-use-cryotherapy/
[17] LEGRAND, F.D. et al. Evaluating safety risks of whole-body cryotherapy/cryostimulation (WBC): a scoping review from an international consortium. – https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10537204/
[18] BOUZIGON, R. et al. Cryostimulation for Post-exercise Recovery in Athletes: A Consensus and Position Paper. – https://www.frontiersin.org/journals/sports-and-active-living/articles/10.3389/fspor.2021.688828/full
[19] CAMPBELL, B. et al. International Society of Sports Nutrition position stand: protein and exercise. – https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1186/s12970-017-0177-8
[20] HOHENAUER, E. et al. The Effect of Post-Exercise Cryotherapy on Recovery Characteristics: A Systematic Review and Meta-Analysis. – https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4586380/